XPS-Finanzsoftware

Professionelle Software für Finanzplanung und Ruhestandsplanung

„Kalte Progression“

Was verbirgt sich dahinter und was bedeutet dies für Finanzplanungssoftware?

Unter „kalter Progression“ versteht man den Einfluss der Inflation auf den Steuersatz. Da wir einen progressiven Steuertarif haben, erhöht sich der Steuersatz mit steigendem Einkommen (außer bei hohen Einkommen, die in den Spitzensteuerbereich kommen).Durch die Inflation steigen auch die Einkommen. Wenn der Steuertarif gleich bleibt, so steigt also der Steuersatz auf das durch Inflation erhöhte Einkommen, obwohl das Einkommen real vielleicht nicht gestiegen oder sogar gefallen ist.

Die „kalte Progression“ ist gut für den Fiskus, weil die Steuereinnahmen steigen. Aus sozialpolitschen und grundgesetzlichen Gründen, nachdem zum Beispiel das Existenzminimum steuerfrei sein muss, ist die Politik gezwungen gegenzusteuern, wenn die „kalte Progression“ zu groß geworden ist. Einen automatischen Inflationsausgleich in den Steuertarif einzubauen, wäre an für sich sachgemäß. Da automatische Inflationsausgleiche aber tendenziell Inflation verstärken, scheidet dieses Mittel aus.

In einer Finanzplanungssoftware oder Ruhestandsplanungssoftware, wo oft sehr lange Zeiträume betrachtet werden, ist es ein zentrales Feature, dass man programmtechnisch einen Inflationsausgleich anbietet. Ansonsten werden Durchschnittsverdiener planerisch irgendwann Spitzensteuerzahler, was an der Realität vorbeigeht. Außerdem rechnen Optimierungsalgorithmen die Steuereffekt realitätsfern.

Wenn Sie mehr zum Thema wissen möchten oder Unterstützung benötigen, rufen Sie uns an!

© XPS-Finanzsoftware GmbH | Impressum