XPS-Finanzsoftware

Professionelle Software für Finanzplanung und Ruhestandsplanung

Rendite

Was ist die Rendite? Ist die Rendite eine gute Kennzahl?

Unter der "Rendite" einer Investition versteht man im Allgemeinen den "internen Zins" der Investition. Den "internen Zins" einer Investition wiederum versteht man am einfachsten über ein Vergleichskonto. In diesem Modell sind sämtliche Investitionsausgaben Einzahlungen auf das Vergleichskonto. Die Einnahmen, die sich aus Erlösen und Erträgen der Investition ergeben, sind die Auszahlungen von diesem Vergleichskonto. Wenn die Investition abgeschlossen ist, sind keine Einzahlungen und Auszahlungen mehr zu erwarten. Der interne Zins der Investition ist nun der Zins, so dass das Vergleichskonto am Ende auf Null aufgeht. Die Investition ist dann vergleichbar mit einem Bankkonto, das eine Verzinsung hat, die so hoch ist wie der interne Zins.

Der interne Zins oder die Rendite sagt noch nichts darüber aus, wie hoch die gesamten Erträge aus der Investition sind. Wenn beispielsweise die ersten Rückflüsse sehr hoch sind (z.B. hohe Steuererstattungen bei Beteiligungen) und bereits kurz nach der Investition erfolgen, ist vielleicht auf dem Vergleichkonto schon nicht mehr viel drauf. Auch wenn die Verzinsung hoch ist, können die Erträge ziemlich überschaubar sein.

Neben der Rendite der Investition sollte man daher als weitere wichtige Kennzahl immer auch den Gesamtüberschuss ermitteln. Der Gesamtüberschuss gibt u.a. Auskunft über das mittlere investierte Kapital. Insbesondere bei "alten" steueroptimierten geschlossenen Fonds hatte man oft hohe Renditen bei überschaubaren absoluten Überschüssen aber hohem Risiko.

In der Fachwelt hat man in einigen Diskussionen der Rendite die "Schuld" gegeben und diese als "unehrlich" bezeichnet. Statt dem internen Zins sollte man besser eine "qualifizierte Rendite" errechnen, bei welcher die Ausschüttunge wiederangelegt und angemessen verzinst werden.

Damit ist man wohl über das Ziel hinausgeschossen. Die Rendite als interner Zins einer Investition ist mathematisch gesehen die einzig wirklich natürliche Rentabilitätskennzahl. Die "qualifizierte Rendite" ist tatsächlich viel komplizierter und unnatürlich und unterstellt Prämissen, über die man trefflich streiten kann.

Wenn man Renditen analysiert, macht man das am besten mit der Rendite als internem Zins, dem Gesamtüberschuss sowie wie einigen Szenarioberechnungen (Worst-Case, Bad-Case etc.), um zu schauen wie "wackelig" die Rendie ist, wenn die Erträge niedriger als prognostiziert ausfallen.

Wenn Sie mehr zum Thema wissen möchten oder Unterstützung benötigen, rufen Sie uns an!

© XPS-Finanzsoftware GmbH | Impressum